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Mag Tanja Wurm, BSc MSc

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Unsere Trainer_innen

Anna-Maria Katharina Clarissa Günther Anne Anja Arni Theresa Chris Daniel Jobs
hallo

Mo

17

Jul

2017

"Schlechtes" Zeugnis? Was sagen die Eltern dazu?

Das letzte Mal habe ich mich mit dem Thema, „Wie verhält man sich als Elternteil, wenn das Kind mit einem schlechten Zeugnis nach Hause kommt?“, beschäftigt und am Wochenende ein paar Schüler_innen in der Stadt angesprochen, um sie diesbezüglich um Anregungen, Vorschläge und Beschwerden zu bitten.

 

Annika 14: „Meine Mama schimpft nie mit mir, wenn ich mit einem Fünfer heimkomme. Sie weiß, dass ich in Deutsch nicht gut bin, dafür hab ich in Mathe nur gute Noten. Also weiß sie, dass ich eigentlich nicht dumm bin und bestraft mich nicht.“

 

Florian, 15: „Früher waren meine Eltern viel strenger, was das angeht. Seit ich in der HTL bin, bin ich für mich selbst verantwortlich und muss auch eigenständig schauen, dass ich positiv durch die Schule komme. Falls ich überhaupt keine Lust mehr zu lernen hätte, würde ich arbeiten gehen und das würden sie auch akzeptieren.“

 

Klara, 17: „Ich würde mir wünschen, dass meine Mutter nicht so übertrieben reagiert, wenn ich mal keine Lust hatte zu lernen und deswegen eine schlechte Note schreibe. Manchmal erzähle ich ihr erst etwas davon, wenn es nicht anders geht, weil sie dann komplett überreagiert und ich wochenends nicht mehr aus dem Haus darf. Da lerne ich dann nämlich erst recht nicht.“

 

Tobi, 11: „Ich darf nicht auf meiner Play Station 4 spielen, wenn ich in einem Fach negativ bin oder irgendwas anderes anstelle. Sobald ich das ausbessere, lassen mich meine Eltern in Ruhe. Aber wenn mein Sitznachbar meine Jause isst und ich ihn dafür in den Arm boxe, verstehen sie das und ich darf trotzdem spielen. “

 

Eure Stephanie Gaberle, Nachhilfelehrerin für Englisch, Deutsch und Latein

 

 

Fr

14

Jul

2017

"Schlechtes" Zeugnis - und jetzt?

Wie geht man nun als Elternteil damit um, wenn die junge Brut - die Zukunft der eigenen Pensionsversicherung, die Repräsentation der Genialität von Gencodierung - mit einem Zeugnis nach Hause kommt, das einen erst einmal schlucken lässt? „Du hattest zwar von dem Fünfer in Englisch erzählt, aber warum sind da trotzdem noch SO viele Vierer? Vor allem in Religion??“ 

 

Erst einmal kann man froh sein, dass das Kind sich dazu entschließt, mit dem Zeugnis überhaupt daheim aufzutauchen und nicht den nächsten Zug zu nehmen und sich der Schmach in einem neuen Leben weit weg hinzugeben. Das zeugt schon einmal von einer gewissen Vertrauensbasis.

Man sollte wissen, dass Kinder, die sehr „streng“ (genau definieren kann man das ja nicht) erzogen werden, eher dazu neigen, notorisch zu lügen. Der Grund dafür ist ganz ein einfacher: Gibt es bei negativen Resultaten, Vorfällen etc. Konsequenzen, die das Kind fürchtet, möchte es natürlich nicht damit hausieren gehen und erzählt nichts bzw. nicht die ganze Wahrheit. Das kann von Restriktionen bei Fernsehen und Videospielen über den klassischen Hausarrest bis hin zu anderen Maßnahmen reichen, die eigentlich dazu führen sollten, dass sich das Kind in seiner Freizeit mehr mit Schule beschäftigt, aber häufig eine Flut an weiteren negativen Assoziationen zum Thema auslösen. So bleiben schlechte Noten manchmal ein komplettes Schuljahr unentdeckt bzw. werden verheimlicht, um im Heim kein Drama auszulösen.

Dass Angst, Geheimnisse und Lügen kein erwünschtes Resultat einer gelungenen (zumindest nach außen hin) Erziehung sind, leuchtet uns allen ein. Doch wie kann man sich nun wirklich „korrekt“ verhalten, um die Vertrauensbasis nicht zu beschädigen und vielleicht trotzdem mehr Motivation zu vermitteln? Das beim nächsten Mal.

 

Eure Stephanie Gaberle, Nachhilfelehrerin für Englisch, Deutsch und Latein

 

 

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So

09

Jul

2017

Und wieder einmal ist es Zeugnistag...

Was bedeuten Ferien für euch? Jede/r Einzelne, und sei die Schulzeit noch so lange her, verbindet bestimmte Emotionen mit dem Thema. War man „gut“ in der Schule, war das Ende des Jahres einfach nur die willkommene und wohlverdiente Belohnung für die eigene Leistung – die Familie war stolz und glücklich, es gab (hoffentlich) Eis für alle und vor einem eine schier unvorstellbar lange Phase der Ruhe und Entspannung.

 

Doch wie sieht es mit den Schüler_innen aus, die kein „zufriedenstellendes“ Zeugnis mit nach Hause bringen? Gar mit einem fetten, störenden Fünfer darin? Wie fühlt sich das Ende des Schuljahres dann an?

Allein die psychische Komponente, wenn alle anderen Klassenkamerad_innen seit Wochen in wilder Freude die übermäßige Freizeit und die vielen Sonnenstunden herbeisehnen, die Füße auf den Tisch legen und sich mit dem gesamten Lehrkörper scheinbar anfreunden und man selbst sich noch immer nicht wirklich mit der Tatsache angefreundet hat, dass die Ferien heuer dramatisch kürzer als sonst ausfallen werden, ist eine große Belastung.

Im besten Fall sind bei einem negativen Zeugnis die Eltern bereits mit im Boot und über alles eventuell Schockierende informiert und die Familie schmiedet gemeinsam Strategien für einen unvorbelasteten Start in das nächste Semester. Hier sind Verständnis und Nachsicht angebracht, immerhin will man nicht das nächste Feindbild für sein Kind darstellen, sondern es unterstützen und dafür sorgen, dass es bald wieder besser läuft.

Dazu nächstes Mal mehr – heute wünsche ich euch allen noch offiziell einen schönen Start in die Ferien und empfehle euch zudem, das Lied „Zeugnistag“ von Reinhard Mey anzuhören. Am besten zusammen mit der Familie. J

 

Eure Stephanie Gaberle, Nachhilfelehrerin für Englisch, Deutsch und Latein

 

 

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Do

06

Jul

2017

Eine lange Weile Langeweile

Die Ferien beginnen.

Denke ich zurück an die Aufregung in der letzten Schulwoche, erschien es mir damals, als stünde mir nun eine unendliche Zeitspanne der gesegneten Entspannung bevor – 9 Wochen kein Aufstehen, keine Verpflichtungen, keine Termine…dafür viel Langeweile. Das ist keineswegs negativ gemeint.

 

Ich frage mich des Öfteren, ob mir die Ferien früher einfach nur so lang vorkamen, weil ich häufig stundenlang nach Beschäftigung suchen musste. Auch wenn man draußen spielte, sich mit Freunden traf oder irgendwohin fuhr – die fehlende Möglichkeit, in Phasen des Nichtstuns permanent aufs Smartphone zu schauen, wie es heute der Fall ist, generierte oft das Gefühl „mir ist fad“.

Dieses hielt sich meiner Erinnerung nach allerdings immer nur für kurze Zeit, weil man sich dann natürlich auf die Suche nach Beschäftigung machte oder seine Eltern diesbezüglich volljammerte, die einen mit einem gezielten Blick und einer Predigt über grenzenlose Undankbarkeit zum Schweigen brachten. Zu Recht.

 

Heute weiß man mit seiner Zeit immer etwas anzufangen. Wir kennen genügend Medien, die uns von jeglichen kurzen Momenten der aufkeimenden Langeweile ablenken können. Sekunden- oder Minutenzählen – ein Sport, der in der Schulzeit professionell praktiziert wird – wurde obsolet, heute würde ich mir wünschen, dieses Gefühl hin und wieder abrufen zu können. Warum? Weil es der Beweis dafür war, dass man nichts, absolut nichts zu tun hatte.

Und das? Naja, das ist ein schöner Gedanke. Kein langweiliger.

 

 

Eure Stephanie Gaberle, Nachhilfelehrerin für Englisch, Deutsch und Latein

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Mo

03

Jul

2017

Das Schuljahr neigt sich dem Ende zu...

Das letzte Mal habe ich mich mit Rückschlägen beschäftigt – diese Problematik und der Umgang damit werden nun noch einmal zum Thema gemacht.

Reflektiert man, egal, ob als Schüler_in oder Lehrer_in, am Ende des Schuljahres einmal bewusst über das Erreichte und nicht Erreichte, fällt einem so einiges auf. Wenn man ganz, ganz ehrlich ist und alles Revue passieren lässt, hätte man mal wieder einiges besser machen können.

 

Man hätte natürlich organisierter arbeiten können, sich besser vorbereiten, sich früh genug mit Dingen beschäftigen, die im Nachhinein wichtiger waren, als zunächst eingeschätzt. Man hätte freundlicher zu Kolleg_innen sein können, sich intensiver für Sachen einsetzen, die einen beschäftigten, seine eigenen Interessen mit mehr Nachdruck verfolgen.

Im Nachhinein betrachtet ist man immer schlauer und oft ist der Missmut über eine verpasste Gelegenheit größer als die Zufriedenheit mit Erreichtem – aber bringt es etwas, Verflossenem hinterherzutrauern und sich darüber zu ärgern?

 

Ein Rat, den ich meinen Schüler_innen so oft es geht auf den Weg mitzugeben versuche, ist der, dass es nichts Besseres gibt, als Erfahrungen zu sammeln. Auch, wenn unser Handeln und Tun nicht durchgehend von Erfolgserlebnissen gekrönt sein kann, können wir Rückschläge nutzen. Aus Fehlern zu lernen kann unglaublich wertvoll sein. Niemand ist perfekt – sein Leben von Versagensängsten dominieren zu lassen, kann aber auch nicht die Lösung sein.
Ist man unzufrieden mit einem Aspekt seines Lebens, kann nur eine Person etwas ändern und das ist man selbst.  

Dazu nächstes Mal mehr.

 

Eure Stephanie Gaberle, Nachhilfelehrerin für Englisch, Deutsch und Latein

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Sa

01

Jul

2017

Warum wir Rückschläge brauchen

Wir alle (sogar wir Nachhilfelehrer_innen :)) müssen im Leben lernen, mit Rückschlägen umzugehen. Dazu ein aktuelles Beispiel.

 

So sehr die Ferien auch locken, viele Schüler_innen starten mit einem unguten Gefühl in die eigentlich wohlverdiente Freizeit. Es mag zwar sein, dass es nicht so wirkt, als wäre die Schule eine Dauerbelastung, doch versetzt man sich selbst in diese Zeit zurück, wird einem wieder bewusst, dass unterm Jahr ein omnipräsenter Druck vorherrscht, der viele Wochenenden/Ferien versauen kann – Phasen, in denen man sich eigentlich erholen sollte. Wie dem auch sei, nicht allen ist es vergönnt, im Sommer die Schweißfüße hochzulegen und vollends sein „Leben zu chillen“.

Mit einem negativen Zeugnis heimzukommen und mit einer drohenden Nachprüfung im Hinterkopf lässt sich auch der schönste Aufenthalt am See und das beste Eis nicht richtig auskosten – die leise Stimme des schlechten Gewissens streitet ständig mit dem inneren Schweinehund. Da kann es einem schon mal vergehen.

Trotz ihrer unangenehmen Aspekte sind Rückschläge etwas Wertvolles und Wichtiges. Hätten wir in unserem Leben keine Tiefpunkte, wüssten wir nicht, wie sich Aufschwung anfühlt und könnten „Hochs“ nicht richtig zu schätzen wissen. Das Leben hält viele Überraschungen bereit, fordert uns und stellt uns Challenges. Wenn wir es schaffen, diese zu akzeptieren, aus den Fehlern zu lernen und dieses Wissen dann in unser weiteres Handeln einzubauen, erkennt man sogar in einem Rückschlag etwas Schönes: nämlich Lebenserfahrung.

 

Eure Stephanie Gaberle, Nachhilfelehrerin für Englisch, Deutsch und Latein

 

 

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