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Mag Tanja Wurm, BSc MSc

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Unsere Trainer_innen

Anna-Maria Katharina Clarissa Günther Anne Anja Arni Theresa Chris Daniel Jobs
hallo

So

25

Jun

2017

Die Bildungsreform naht (nicht?)!

Das letzte Mal stand das Thema „Bildungsreform“ im Vordergrund – eine aktuelle und brisante Thematik, die auch uns Nachhilfelehrer_innen interessiert und bis zu einem gewissen Grad auch affektiert. Immerhin sorgen wir uns um das Wohl unserer Schüler_innen.

15 Prozent aller Schulen bundesweit dürfen sich nun heroisch der Herausforderung stellen und das sagenumwobene Konzept der Gesamtschule ausprobieren. Dafür ist die mehrheitliche Zustimmung von Lehrer_innen und auch Eltern nötig – das ist ca. so kompliziert, wie es sich anhört. Das Vorhaben, AHS- und NMS- Schüler_innen im Alter von 10-14 gemeinsam zu unterrichten, um so bessere Individualisierung zu ermöglichen, hat die Regierung ebenfalls schon länger am Schirm. Die Tatsache, dass Gymnasien noch immer die Gelegenheit nutzen, Schüler_innen in die NMS abzuschieben, um sie nicht fördern zu müssen, ist ja omnipräsent – die Gesamtschule ist eine Idee, dem entgegenzuwirken.

 

Bereits vor dem Start des Versuchs gibt es die ersten Schwierigkeiten und Unstimmigkeiten. Die Lehrer_innengewerkschaft kritisiert vor allen anderen Plänen erstmal hart das Abstimmungsverfahren – anstatt einer Zwei-Drittel-Mehrheit von Lehrern und Eltern könnte mittlerweile die Zustimmung nur eines Drittels der Betroffenen reichen. Die Gewerkschaft kritisiert dies und bezeichnet das Abstimmungsverfahren als „Rückschritt des Schulsystems“. Solange in dieser Hinsicht also noch diskutiert wird, brauchen wir uns wahrscheinlich über bedrohliche, akut eintreffende bildungstechnische Veränderungen noch keine allzu großen Sorgen machen. Wenn dann darüber abgestimmt wurde, wie man am besten abstimmt, können wir ja vielleicht bald über weitere Ideen staunen.

 

Eure Stephanie Gaberle, Nachhilfelehrerin für Englisch, Deutsch und Latein.

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Fr

23

Jun

2017

Die Bildungsreform naht!

Das Wort „Schulreform“ ist spätestens seit Juni wieder in aller Munde – seit Jahren wird in dieser Hinsicht debattiert, philosophiert und verhandelt. Ewig kam nicht wirklich etwas dabei heraus und man fragte sich schon, ob die Verhandlungen in Staub, Spinnweben und Verzweiflung untergegangen seien.

Nun haben wir immerhin endlich die reißerische Schlagzeile und wissen, dass das Ganze ein „hartes Ringen“ und ein "sehr harter, zäher Verhandlungsprozess" war, aber was bedeutet das für die österreichischen Schulen und – ganz wichtig – für unsere Schüler_innen?

 

 

Das erste, was im Zuge der Reform anfallen könnte, ist die Zusammenführung mehrerer Schulen zu einem „Cluster“, der dann unter gemeinsamer Leitung agiert und so mit Ressourcen aller Art zielführender umgehen soll. Dieses Kollektiv soll sich „freiwillig“ (also nicht unter Folterqualen ;)) ergeben und ist in auch Form von „Mischclustern“ möglich, in denen verschiedene Schultypen zusammenarbeiten, zum Beispiel AHS und NMS. Laut Regierung soll so der Berg an Verwaltungsarbeit für Direktor_innen schrumpfen, es sollen neue Zuständigkeitsbereiche erstellt werden, die dadurch mehr Raum für freie Gestaltungsmöglichkeiten in diesem Cluster schaffen. Dazu zählen zum Beispiel die Klassengrößen, die Dauer von Unterrichtseinheiten, der Einsatz des Lehrkörpers und andere administrative Aspekte.

Diese Cluster sind zwar eine Veränderung, haben aber noch nicht direkt etwas mit der Kernthematik der Bildungsreform zu tun, die sich seit Jahren in den Köpfen der Österreicher_innen festgesetzt hat wie ein Kaugummi im Bus an einem heißen Sommertag – da war doch was mit der Gesamtschule..?

 

Dazu mehr beim nächsten Mal.

 

Eure Stephanie Gaberle,

Nachhilfelehrerin für Englisch, Deutsch und Latein

So

18

Jun

2017

Die spinnen, die Finnen? (Teil 2)

Das letzte Mal stand das Thema ”Finnland schafft Schulfächer ab” im Fokus meines Interesses und da mich das Ganze nach wir vor fasziniert, werde ich damit noch keine Ruhe geben.

 

Die immer wieder revolutionären Ideen und Umsetzungen von finnischen Schulen mögen zu Anfang zwar unkonventionell und in unserem österreichischen Schulsystem nicht realisierbar scheinen, befassen sich aber mit neuesten Studienergebnissen und dem Ziel, Unterricht für Schüler_innen erlebbarer und anschaulicher zu gestalten und damit ihre intrinsische Motivation neu zu entfachen. Mit anderen Worten: Lernen soll sich lohnen – nicht nur in Hinsicht auf Ausbildung und vielversprechende zukünftige Beruflaufbahnen, sondern auch in Hinblick die persönliche Entwicklung. Schüler_innen sollen im Rahmen eines vorbereiteten Umfelds („Lernwerkstatt“) und mit der Unterstützung und dem Coaching der Pädagog_innen so früh wie möglich herausfinden, wo ihre Stärken liegen. Eines meiner Lieblingsthemen.

 

Durch die gezielte Förderung entstehen individuelle Persönlichkeiten. In Österreichs öffentlichem Schulsystem, wie auch in vielen anderen Ländern, ist an eine derartige Umstellung (noch?) nicht zu denken. Es ist vorrangig darauf ausgelegt, Allgemeinwissen zu vermitteln, resultiert aber trotz zahlreicher Änderungsversuche oft darin, dass Schüler_innen standardisiertes Wissen oft angstbehaftet auswendig lernen, bulimieartig wiedergeben, schnell wieder vergessen und sich oft erst nach ihrer Schulkarriere (nach der Zentralmatura, um genau zu sein) wirklich mit ihren eigenen Interessen befassen können. Das kommt in Folge natürlich oft zu spät – zu groß ist der gesellschaftliche Druck, so schnell wie möglich ein Studium zu absolvieren. Erst wenn dann im vierten Semester die große Identitätskrise kommt, weil das Bildungssystem auch hier massive Lücken aufweist, werden die eigenen Motive hinterfragt und oft schwenkt die Studienwahl dann noch einmal (zweimal, dreimal,..) komplett.

Was uns das sagt und was wir von den Finnen außerdem noch lernen können – das gibt’s im nächsten Beitrag.

 

 

Eure Stephanie Gaberle, Nachhilfelehrerin für Englisch, Deutsch und Latein

Fr

16

Jun

2017

Die spinnen, die Finnen?

Das finnische Schulsystem wird spätestens seit den PISA-Studien der letzten Jahre in den Himmel gelobt.

Ausgezeichnete Resultate in den „wichtigsten“ Fächern, überragende Bewertungen von ExpertInnen, dem Lehrkörper und den Eltern und zudem, was der wichtigste Aspekt sein sollte, begeisterte, interessierte und lernwillige SchülerInnen.

 

Nun war Finnland erneut mit der drastischen Schlagzeile „Finnland schafft Schulfächer ab“ in den Medien. Klingt revolutionär und ist es auch.

Für uns in Österreich ist dieser Gedanke ein unvorstellbarer Schritt, diese Veränderung würde uns alle aus der Komfortzone katapultieren. Doch was macht Finnland anders? Warum begrüßt seine Bevölkerung den Wandel und weicht von starren Bahnen ab?

 

Das Ziel des Landes ist es, gute Qualität von Ausbildung und Unterricht so früh wie möglich bieten zu können. Versucht wird dies mithilfe der Förderung von intrinsischer Motivation. Durch vernetztes, themenorientiertes und nachhaltiges Lernen entsteht aus dem Klassenraum eine Art Denkwerkstatt, in der sich die SchülerInnen frei bewegen können und in der Schule neu verstanden wird. Eigenständiges Arbeiten, die Anwendung verschiedenster (digitaler) Medien, um ein Thema anschaulicher zu gestalten und offenere Kommunikation im Klassenraum werden sinnvoll und zielgerichtet eingesetzt, um Wissen bestmöglich zu vermitteln. Selbst Spiele programmieren und testen, Experimente durchführen, mit den KlassenkameradInnen reden und die Möglichkeit, die verschiedensten Lern- und Lehrmethoden anwenden zu können – kein Wunder, dass die SchülerInnen (laut eigenen Aussagen) den Unterricht wirklich zu schätzen wissen.

 

Statt Mathematik und Physik würde es dann zum Beispiel das Fach „Science“ geben, das eine Kombination der beiden Naturwissenschaften darstellen und mit mehr Praxis, unterschiedlichsten Projekten, neuer Zeiteinteilung und reduziertem Hausaufgabenpensum einhergehen würde.

Die Resultate sprechen für sich – Finnland ist bei Bildungsstudien immer ganz vorne dabei.

Mehr dazu beim nächsten Mal.

Eure Stephanie, Nachhilfelehrerin für Englisch, Deutsch und Latein.

Di

30

Mai

2017

Der innere Schweinehund

Der innere Schweinehund – fast jeder kennt und fürchtet ihn. Wenn die Deadline oder der Termin für eine Prüfung fixiert wurden, suhlt sich der Schweinehund genüsslich in scheinbar unendlich viel Zeit und allen Möglichkeiten dieser Welt. Er findet hundert andere Dinge, die er jetzt mit mehr Elan und Engagement in Angriff nehmen würde als die Auseinandersetzung mit banalem Lernstoff. Immerhin ist das menschliche Gehirn zu ungeahnten Höchstleistungen fähig.

Zu welchen genau beweist sich dann spätestens in den letzten Tagen vor dem Ereignis, wenn die Nächte kürzer und die Panikphasen länger werden. Dann stellt man sich irgendwann die Frage, mit welcher absurden Berechtigung man dem eigenen Verstand so unangebracht viel zugetraut hat und warum man eigentlich ein derart faules Aas ist. Gefolgt sind diese Momente der Erkenntnis meistens von tränenreichen Existenzkrisen, Schokoladeeskapaden und noch mehr Ablenkung – die Prüfung wird im Endeffekt wahrscheinlich erst recht eine Zitterpartie.

 

Warum neigen wir oft dazu, Dinge aufzuschieben und erst bei der letztmöglichen Gelegenheit zu erledigen?

Die Antwort ist – weil es unangenehme Dinge sind. Der Mensch ist ein Hedonist, das heißt, er versucht, alles Schöne unmittelbar und so oft wie möglich zu konsumieren, um das Gehirn mit Glückshormonen zu versorgen. Im Gegenzug dazu sagt uns, beispielsweise beim Lernen, eine kleine Stimme: „Darauf hab ich jetzt aber überhaupt keine Lust, das beschert mir kein Glücksgefühl“. Als Folge werden schlagartig sämtliche Prioritäten im Leben neu sortiert und eine zunächst unliebsam scheinende Tätigkeit (wie staubsaugen, das Auto waschen oder die Fenster putzen), die man zuvor schon ewig aufgeschoben hat, scheint plötzlich um vieles interessanter als die Beschäftigung mit dem Lernstoff. Das macht man dann, wenn man etwas anderes aufschieben möchte.

Auf diese Weise erledigt sich schlussendlich alles von selbst, nur mit viel mehr Blut, Schweiß und Tränen, als eigentlich nötig gewesen wären.

 

Die Bändigung des Schweinehunds ist gar nicht so einfach und erfordert ein wenig Übung. Mehr Details dazu gibt es beim nächsten Mal.

 

 

Eure Stephanie Gaberle, Nachhilfelehrerin für Englisch, Deutsch und Latein.

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Mo

29

Mai

2017

Prüfungsangst

 

Eine Sache, die, wie mir aufgefallen ist, Nachhilfeschüler_innen oft am meisten hemmt und vom Wollen, also damit auch vom nachhaltigen Verstehen abhält, ist die Tatsache, dass Prüfungsangst eine enorme Rolle bei der Vorbereitung spielt. Kann man abends nicht oder nur schwer abschalten, liegt nachts vielleicht wach und dreht sich hin und her, wird auch das Prüfungsergebnis ein dementsprechendes sein. Wir alle brauchen regelmäßig und ausreichend Entspannung, vor allem junge Gehirne, die sich im Entwicklungsstadium befinden, permanent Synapsen verknüpfen und noch laufend neue Gedankengänge formen, müssen genug Gelegenheiten zur Erholung bekommen.

Wenn nun ein langer Schultag samt Angstfach hinter einem und die Schularbeit drohend vor einem liegt und man danach auch noch zu drei Stunden Nachhilfe verdonnert wird, ist es klar, dass die Leistungskurve dort wahrscheinlich eher ab- als zunimmt. Vor allem, wenn einen die hochmotivierte und von sechs Kaffees gepushte Lehrerin einfach nicht zur Ruhe kommen lässt und durchgehend mit neuen, liebevoll durchdachten Aufgaben konfrontiert. Ist der Unterricht dann eher von mäßigem Erfolg gekrönt und man kommt zu Hause zu der glorreichen Erkenntnis, dass das Gehirn leer wie das Süßigkeitenglas in der Institutsküche ist, beginnt sich langsam das vertraute und davor verdrängte Gefühl der Panik breitzumachen. Selbstzweifel und Ärger plagen einen und man nimmt sich streng vor, sich vor der nächsten Herausforderung seiner menschlichen Intelligenz zu bedienen und früh genug mit dem Lernen anzufangen.

Warum schieben wir Dinge eigentlich immer auf? Ist es die Panik vorm Versagen? Wie kann man gezielt gegen Prüfungsangst vorgehen und welche individuellen Möglichkeiten gibt es, am Abend vor der Schularbeit wirklich gut schlafen zu können? Das erfahrt ihr beim nächsten Mal.

 

 Eure Stephanie Gaberle, Nachhilfelehrerin für Englisch, Deutsch und Latein

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